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„Intersport EISERT“ droht die Schließung

Das insolvente Erlanger Sporthaus „Intersport EISERT“ muss voraussichtlich Ende des Jahres  seinen Betrieb einstellen. Dies hat der vorläufige Insolvenzverwalter gestern den Mitarbeitern mitgeteilt. Der Verkaufsbetrieb läuft zunächst unverändert weiter.

Erlangen. „Intersport EISERT“ hatte Anfang Mai 2020 infolge der wochenlangen, Corona-bedingten Zwangsschließung Insolvenzantrag gestellt. Der vom Gericht bestellte vorläufige Insolvenzverwalter Volker Böhm von der Kanzlei Schultze & Braun konnte zwar den Betrieb zunächst fortführen. „Allerdings haben die Umsätze trotz der treuen Stammkundschaft nicht das Niveau erreicht, das für einen längerfristig rentablen Betrieb des Unternehmens erforderlich ist“, erläuterte Volker Böhm die Sachlage.

Dies ist nicht zuletzt auf den noch laufenden, bereits vor der Corona-Krise begonnenen Umbau der Verkaufsfläche zurückzuführen. Damit verbunden waren und sind umfangreiche Beeinträchtigungen: U.a. ist das Sporthaus seit Monaten nur durch einen Seiteneingang zugänglich. Zudem schränken die laufenden Bauarbeiten auch die Nutzung der Verkaufsfläche erheblich ein. Zwar wurde der Umbau nach dem Insolvenzantrag zunächst fortgesetzt. Böhm: „Für die Fertigstellung der Sanierung stehen jedoch unter den aktuellen Insolvenzbedingungen nicht die nötigen Mittel zur Verfügung.“
 
Auch konnten bisher keine Investoren für das Traditionshaus gefunden werden. „Aufgrund der derzeit äußerst schwierigen Rahmenbedingungen und der höchst ungewissen Perspektiven herrscht derzeit verständlicherweise bei potenziellen Investoren große Zurückhaltung“, ergänzte der vorläufige Insolvenzverwalter. Intersport EISERT könne nur rentabel weitergeführt werden, wenn eine attraktive Verkaufsfläche zur Verfügung stehe, die den aktuellen Kundenanforderungen entspreche. „Dies ist ohne einen Investor nicht möglich“, so Böhm.

Die Verkaufsbetriebe bei „Intersport EISERT“ sowie beim Online-Shops www.intersport-eisert.de laufen jedoch zunächst unverändert weiter. Das Sporthaus bietet bereits jetzt ein umfangreiches Sortiment für die Wintersaison an, insbesondere für alle gängigen Wintersportarten. Die Schließung des Geschäftes ist für Ende 2020 geplant. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird in den kommenden Wochen gemeinsam mit der Geschäftsführung ein Konzept entwickeln, wie der Verkaufsbetrieb bis dahin gestaltet werden soll. Sobald dies feststeht, werden die Kunden umgehend informiert.

Die rund 40 Beschäftigten von Intersport EISERT haben bei der gestrigen Betriebsversammlung die Nachricht der bevorstehenden Schließung gefasst aufgenommen. Böhm hob die große Fachkenntnis und Beratungskompetenz der Arbeitnehmer hervor und bedankte sich bei allen für ihr enormes Engagement während der vergangenen Monate. Die Kündigungen werden bereits Ende August erfolgen. „Dass meine langjährigen Mitarbeiter in einigen Monaten ihre Stelle verlieren, schmerzt mich sehr“, hob Geschäftsführer Christian Bier hervor. „Angesichts ihrer hohen Kompetenz bin ich aber zuversichtlich, dass alle bald wieder eine qualifizierte Beschäftigung finden.“

Intersport EISERT gehört mit einer Verkaufsfläche von bisher rund 2.700 Quadratmetern zu den führenden Sportartikel-Fachgeschäften in Nordbayern. Das Unternehmen feierte im vergangenen Jahr sein 100-jähriges Bestehen und befindet sich seit seiner Gründung in Familienbesitz, mittlerweile in der vierten Generation.

 

Pressekontakt:  
Christoph Möller
möller pr GmbH
Telefon: 0221 80 10 87-87
Email:     cm@moeller-pr.de
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