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Gußwerke Leipzig: Investorensuche ist gestartet

Leipzig. Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Gußwerke Leipzig GmbH ist wie geplant zum 1. Januar 2020 eröffnet worden. Das Amtsgericht Leipzig bestellte Rechtsanwalt Rüdiger Bauch von Schultze & Braun zum Insolvenzverwalter. Zuvor war Bauch vorläufiger Insolvenzverwalter.

Der Geschäftsbetrieb läuft auch nach Eröffnung des Verfahrens stabil und ohne Einschränkungen, so wie bereits in den Wochen nach dem Insolvenzantrag des Automobilzulieferers im Oktober 2019. „Lieferanten, Kunden und Mitarbeiter stehen trotz aller Schwierigkeiten aus der Vergangenheit zu dem Unternehmen und unterstützen die Sanierung mit Kräften. Wir arbeiten zusammen mit Hochdruck daran, eine klare Zukunftsperspektive für die Gusswerke zu entwickeln“, berichtet der Insolvenzverwalter.

Bauch startete noch im Dezember eine zielgerichtete Suche nach möglichen Investoren für den Hersteller von Großgussteilen für LKW und Arbeitsmaschinen. Das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers spricht derzeit weltweit potentielle Übernehmer für die Gusswerke an. „Ich verspreche mir von diesem Prozess, dass wir innerhalb der kommenden Wochen mit Interessenten eine Übernahme möglichst rasch endverhandeln und mit den Gläubigern abstimmen können. Ich wünsche mir für die Mitarbeiter und Geschäftspartner, dass wir schon bald konkrete Ausssagen darüber treffen können, wie es mit den Gusswerken auf einem möglichst stabilen Fundament in die Zukunft gehen kann. Dafür stehen wir in engem Austausch mit allen Beteiligten“, sagt Bauch.
In enger Zusammenarbeit mit Geschäftsführer Axel Matthei analysiert Bauch derzeit das Unternehmen und setzt interne Sanierungsmaßnahmen um.

Die Fehler des Managements der vormaligen Gesellschaft, die zu einem wochenlangen Streik auch mit Folgen für die Kunden geführt haben, haben bei den Gußwerken Leipzig Spuren hinterlassen. „Der Umsatz des Unternehmens ist deutlich zurückgegangen. Das müssen wir im Zuge der Sanierung nun auffangen und die Gusswerke entsprechend anpassen“, erklärt Bauch.

Daher sind Unternehmensführung und Insolvenzverwalter in Absprache mit dem Betriebsrat gezwungen, knapp 100 Beschäftigten zu kündigen. Die Kündigungen betreffen alle Bereiche des Unternehmens. „Sie tun uns sehr weh, denn wir verlieren wertvolle Mitarbeiter, die wir gerne gehalten hätten. Aber diese Maßnahme ist unumgänglich, um das Unternehmen und die verbleibenden rund 400 Arbeitsplätze stabilisieren und sichern zu können. Gleichzeitig wollen wir den Betroffenen den Übergang so erträglich machen, wie es uns in dieser Situation möglich ist“, sagt Bauch. Mit dem Betriebsrat verständigten sich Geschäftsführung und Insolvenzverwalter daher auf einen Interessensausgleich und einen Sozialplan.              

Über Schultze & Braun
Schultze & Braun ist ein führender Dienstleister für Insolvenzverwaltung und Beratung im Sanierungs- und Insolvenzrecht. Mit rund 700 Mitarbeitern an mehr als 40 Standorten in Deutschland und dem europäischen Ausland unterstützt Schultze & Braun Unternehmen vor Ort, bundesweit und international in allen rechtlichen, steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen.

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