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Willy Tiedtke will sich in Eigen­verwaltung sanieren

Das Hamburger Traditionsunternehmen Willy Tiedtke hat Antrag auf Insolvenz in Eigen­verwaltung gestellt. Auslöser des Antrags war die ungesicherte weitere Finanzierung des Unternehmens. Die Ermittlung der konkreten Insolvenzursachen liegt derzeit nicht im Fokus der Eigen­verwaltung. Das Hauptaugenmerk ist vielmehr im Moment darauf gerichtet, den Geschäftsbetrieb fortzuführen und kurzfristig an einen geeigneten Investor zu übertragen. Die entsprechenden Gespräche mit namhaften Interessenten aus der Automobilbranche verlaufen derzeit ermutigend.

Der Betrieb an den sechs Standorten läuft weiter. Die rund 300 Mitarbeiter werden bis Ende des Jahres über das Insolvenzgeld abgesichert.

Die Geschäftsleitung bleibt im vorläufigen Sanierungsverfahren in Eigen­verwaltung unverändert handlungsfähig und wird im Verfahren unterstützt von den erfahrenen Sanierungsberatern Dr. Gerrit Hölzle und Dr. Thorsten Bieg von der Kanzlei Görg. Das Amtsgericht Hamburg bestellte Rechtsanwalt Nils Krause von Schultze & Braun zum vorläufigen Sachwalter.

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