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Wieland Anlagen- und Apparatebau GmbH stellt Insolvenzantrag – Geschäftsbetrieb läuft ohne Einschränkungen weiter

Epfenbach. Die Wieland Anlagen- und Apparatebau GmbH mit Sitz in Epfenbach (Rhein-Neckar-Kreis) hat am 8. Dezember 2021 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Heidelberg gestellt. Das Gericht bestellte Rechtsanwalt Dr. Jürgen Erbe von Schultze & Braun zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Der Geschäftsbetrieb des Unternehmens läuft auch nach dem Antrag ohne Einschränkungen weiter.

Der vorläufige Insolvenzverwalter macht sich derzeit vor Ort ein Bild von der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens und prüft Sanierungsoptionen. „Ziel ist es, die wirtschaftliche Schieflage des Unternehmens zu beseitigen und Wieland wieder stabil für die Zukunft aufzustellen. Ich bin zuversichtlich, dass das gelingen kann. Das liegt zum Einen an dem guten Namen, den sich Wieland bei seinen Kunden als zuverlässiger Hersteller von kundenspezifischen Anlagen gemacht hat. Zum Anderen haben mehrere Kunden bereits signalisiert, weitere, teils sehr umfassende Aufträge bei Wieland platzieren zu wollen“, sagt Dr. Erbe. „Insgesamt sehe ich daher eine gute Basis für eine mögliche Sanierung des Unternehmens.“

Wieland ist ein etablierter Hersteller von Lackier- und Pulverbeschichtungsanlagen nach Kundenvorgaben. Das Unternehmen erwirtschaftete zuletzt rund 3,5 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Für eine erfolgreiche Sanierung ist der Einstieg eines Investors notwendig, der das Unternehmen mit frischem Geld unterstützt. Dr. Erbe hat dazu bereits eine Suche nach potentiellen Interessenten für eine Übernahme gestartet. „Wir wollen die drei Monate des vorläufigen Insolvenzverfahrens konstruktiv nutzen, um die entsprechenden Gespräche mit Interessierten zu führen und den Einstieg eines Investors bestmöglich vorzubereiten“, sagt Dr. Erbe.

In Schieflage geriet Wieland aus mehreren Gründen. Zum einen wirkte sich der zunehmende Fachkräftemangel auf das Unternehmen aus, so dass Mitarbeiter, die in Rente gingen, immer schwerer ersetzt werden konnten. Das führte teils zu verlängerten Durchlaufzeiten von Projekten und einzelnen Verzögerungen und Mehrkosten. Hinzu kamen teils Schwierigkeiten in der Materialversorgung durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie oder der Blockade des Suez-Kanals sowie massiv gestiegene Kosten für Material, Transport und Energie. Diese Kosten konnten nicht unmittelbar an die Kunden weitergereicht werden und belasteten die Liquidität des Unternehmens.

„Mit dem Insolvenzantrag hat Wieland einen wichtigen Schritt getan, um diese Situation beheben zu können“, sagt der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Erbe. „Wir werden mit der gebotenen Sorgfalt und Ernsthaftigkeit prüfen, welche Maßnahmen kurz- und mittelfristig zu einer Verbesserung der wirtschaftlichen Lage führen können. Das vorläufige Insolvenzverfahren ist der geeignete Zeitraum, um erste Sanierungsmaßnahmen zu definieren und umzusetzen.“ Die 32 Mitarbeiter hat Dr. Erbe in einer Belegschaftsversammlung über das Verfahren informiert. Ihre Löhne und Gehälter sind bis einschließlich Februar 2022 über das Insolvenzgeld abgesichert.          

Über Schultze & Braun
Schultze & Braun ist ein führender Dienstleister für Insolvenzverwaltung und Beratung im Sanierungs- und Insolvenzrecht. Mit über 600 Mitarbeitern an mehr als 40 Standorten in Deutschland und dem europäischen Ausland unterstützt Schultze & Braun Unternehmen vor Ort, bundesweit und international in allen rechtlichen, steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen.

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