+++ACHTUNG BETRUGSVERSUCH! Gefälschte Angebote zum Kauf von Vermögenswerten aus Insolvenz- und StaRUG-Verfahren, die angeblich von Schultze & Braun verschickt worden sein sollen. Gehen Sie nicht auf diese Angebote ein und setzen Sie sich im Schadensfall mit der Polizei in Verbindung.  +++ACHTUNG BETRUGSVERSUCH! Gefälschte Angebote zum Kauf von Vermögenswerten aus Insolvenz- und StaRUG-Verfahren, die angeblich von Schultze & Braun verschickt worden sein sollen. Gehen Sie nicht auf diese Angebote ein und setzen Sie sich im Schadensfall mit der Polizei in Verbindung.

Pro-Liberis und Lenitas: Erste positive Signale bei der Suche nach einem Partner für die Kita-Betreiber als Gesamtlösung

27. Februar 2026 Pressemitteilung Verfahren

  • Gespräche mit potenziellen Partnern haben bereits begonnen – enge Abstimmung mit Gläubigerausschuss und Kommunen
  • Die Kinderbetreuung und die Arbeitsplätze der Mitarbeitenden sind auch über den 1. April hinaus gesichert – Verfahrensdauer von mehreren Monaten realistisch
  • Keine Gehaltsrückstände mehr, Mitarbeitende erhalten Februar-Gehälter zum üblichen Zeitpunkt – wer bei Pro-Liberis und Lenitas arbeitet, wird dafür auch bezahlt

Karlsruhe. Im vorläufigen Insolvenzverfahren der Kita-Betreibergesellschaften Pro-Liberis gGmbH und Lenitas gGmbH sind bereits erste Gespräche mit potenziellen Partnern angelaufen. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, einen passenden Partner für Pro-Liberis und Lenitas zu finden, um die Unternehmen langfristig und nachhaltig wieder in die wirtschaftliche Balance zu bringen“, sagen die vorläufigen Insolvenzverwalter Dr. Jürgen Erbe und Holger Blümle von der deutschlandweit aktiven Kanzlei Schultze & Braun. „Dass uns bereits so früh im Verfahren die Interessensbekundungen von mehreren potentiellen Partnern vorliegen, verdeutlicht das Potenzial von Pro-Liberis und Lenitas, und lässt uns positiv in die Zukunft blicken. Es ist uns wichtig zu betonen, dass wir eine Gesamtlösung anstreben und es keine Pläne gibt, Pro-Liberis und Lenitas in Einzelteile zu zerschlagen.“ Die Suche nach einem Partner, die die vorläufigen Insolvenzverwalter in enger Abstimmung mit dem Gläubigerausschuss und den Kommunen durchführen, bleibt derweil weiterhin für alle Interessenten offen. Sie können sich gerne bei den vorläufigen Insolvenzverwaltern melden.

Geplante Eröffnung des Insolvenzverfahrens zum 1. April als wichtiger Schritt

Wann genau der Prozess abgeschlossen sein wird, ist derweil noch nicht absehbar. So wird der Prozess der wirtschaftlichen Neuaufstellung aller Voraussicht nach noch etwas andauern. „Realistischerweise sprechen wir hier von einem Zeitraum von mehreren Monaten“, sagen Erbe und Blümle. „Dennoch gilt: Wenn Ende März der sogenannten Insolvenzgeldzeitraum endet und die Eröffnung des Insolvenzverfahrens für den 1. April geplant ist, bedeutet das nicht, dass es bei Pro-Liberis und Lenitas nicht weitergeht. Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens ist vielmehr ein wichtiger Schritt, um die Neuaufstellung in die Tat umsetzen zu können. Wir werden auch nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens an der Neuaufstellung arbeiten und den Kita-Betrieb normal weiterführen.“

Betreuung geht wie gewohnt weiter – gerade auch mit Blick auf den Sommer und die Neuverträge

Der Betrieb in allen Einrichtungen von Pro-Liberis und Lenitas läuft wie gewohnt weiter. Es wird keine Einschnitte bei Qualität oder Umfang des Betreuungsangebots geben. „Die Kinderbetreuung und die Arbeitsplätze der Mitarbeiteinden sind auch über den 1. April hinaus gesichert – etwa mit dem Blick auf den Sommer und den Abschluss von Neuverträgen“, sagen Erbe und Blümle.

Reguläre Auszahlung der Februar-Gehälter erfolgt

Ein wichtiger Meilenstein wurde bereits erreicht: Bei den Mitarbeitenden gibt es keine Gehaltsrückstände mehr. Und auch die Gehälter für die folgenden Monate Februar und März sind sicher. Sie werden automatisch über das sogenannte Insolvenzgeld in der gewohnten Höhe und zu den gewohnten Zeitpunkten ausgezahlt – für den Februar ist das zum Beispiel gerade in dieser Woche passiert – ohne dass die Mitarbeitenden dazu noch etwas tun müssen. „Die pünktliche Auszahlung von Löhnen und Gehältern ist uns besonders wichtig, da sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pro-Liberis und Lenitas mit so viel Herzblut und Hingabe ihren Aufgaben widmen“, sagen Erbe und Blümle. „Dafür möchten wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken. Ohne den Einsatz und das Engagement der Mitarbeitenden wäre eine wirtschaftliche Gesundung von vornherein unmöglich.“ Von April an werden Pro-Liberis und Lenitas die Löhne und Gehälter wieder in voller Höhe selbst tragen. 

 

Über Pro-Liberis: Die Pro-Liberis gGmbH mit Sitz in Karlsruhe ist seit 2006 als Träger in der Kindertagesbetreuung in der Region aktiv. Heute betreibt Pro-Liberis zwanzig Kindertagesstätten. Insgesamt stehen 907 genehmigte Betreuungsplätze zur Verfügung, davon 440 Plätze für Kinder unter drei Jahren. Zum Zeitpunkt der Antragstellung sind bei Pro-Liberis 447 Mitarbeitende beschäftigt.

Über Lenitas: Die Lenitas gGmbH mit Sitz in Karlsruhe betreibt neun Kindertageseinrichtungen für Kinder mit und ohne Behinderung. In den Einrichtungen werden insgesamt 452 Kita-Plätze angeboten. Darüber hinaus hält Lenitas vielfältige Angebote im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe vor, unter anderem eine Jugendwohngemeinschaft, eine vollstationäre Wohngruppe sowie eine Familienwerkstatt. Bei Lenitas sind aktuell 170 Mitarbeitende beschäftigt.


Insolvenzverwaltung

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Matthias Braun

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