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Kein Investor für Schlapp Möbel / Die Klare Linie

Kein Investor für Schlapp Möbel / Die Klare Linie

Neu-Anspach. Die Hoffnung auf eine Rettung des Qualitätsmöbel-Herstellers Schlapp Möbel / Die Klare Linie hat sich nicht erfüllt. Sämtliche Investoren, die Interesse an einer Übernahme des Betriebes im Ganzen oder in Teilen signalisiert hatten, haben sich aus den Gesprächen mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Frank Schmitt von Schultze & Braun zurückgezogen. Gründe hierfür waren unter anderem die allgemein unsichere wirtschaftliche Lage, ein hoher Investitionsbedarf bei Schlapp Möbel sowie ungünstige Geschäftsaussichten. Weil das Fortführen des Geschäftsbetriebs nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens nur mit Verlusten möglich gewesen wäre, kann Schmitt den Geschäftsbetrieb nicht weiterführen.

„Diese Entscheidung fällt alles andere als leicht“, sagt Frank Schmitt, „auch wenn von Beginn an klar war, dass es ohne einen Investor nicht gehen wird. Nachdem sich – auch aufgrund des Mitarbeitervideos – weitere Interessenten gemeldet haben, haben wir bis zuletzt gehofft, das Unternehmen erhalten zu können. Nach dem Rückzug der letzten Interessenten haben wir aber keine andere Wahl und müssen auch aus Rücksicht auf die Gläubiger das Kapitel Schlapp Möbel / Die Klare Linie beenden.“

Die 23 Mitarbeiter werden bereits zum 1. August 2022 freigestellt. „Ich hätte es den Mitarbeitern gerne ermöglicht, weiter für Schlapp Möbel / Die Klare Linie tätig zu sein. Sie haben sich unglaublich für den Erhalt ihres Unternehmens engagiert und sind bis zuletzt an Bord geblieben. Eine dermaßen starke Identifikation mit dem eigenen Unternehmen und den eigenen Produkten sieht man tatsächlich sehr selten“, lobt der vorläufige Insolvenzverwalter die Belegschaft. „Umso mehr sehe ich mich nun in der Pflicht, die Mitarbeiter beim Übergang in andere Beschäftigungsverhältnisse so gut wie möglich zu unterstützen.“

Schlapp Möbel / Die Klare Linie hatte Ende Mai 2022 Insolvenzantrag gestellt. Eine der wesentlichen Ursachen für die wirtschaftliche Schieflage war ein deutlicher Auftragsrückgang durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie und die Verschiebung von Aufträgen.

Über Schultze & Braun
Schultze & Braun ist ein führender Dienstleister für Insolvenzverwaltung und Beratung im Sanierungs- und Insolvenzrecht. Mit über 600 Mitarbeitern an mehr als 40 Standorten in Deutschland und dem europäischen Ausland unterstützt Schultze & Braun Unternehmen vor Ort, bundesweit und international in allen rechtlichen, steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen.

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