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Frankfurter Rundschau: Insolvenzverwalter Schmitt dankt den Mitarbeitern

Frankfurt am Main. Der Insolvenzverwalter der Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main GmbH, Frank Schmitt von Schultze & Braun, hat der Belegschaft von Verlag und Druckerei für ihre Leistung während der vergangenen Monate gedankt. „Die Mitarbeiter haben über das ganze Verfahren hinweg bis zuletzt mit unglaublichem Engagement weiter gearbeitet“, betonte Schmitt. „Ohne dieses Engagement wäre selbst diese kleine Lösung nicht möglich gewesen.“ Schmitt hat heute in den Morgenstunden nach einem Verhandlungsmarathon die Redaktion der Frankfurter Rundschau an die FAZ-Gruppe veräußert. Bundeskartellamt und Gläubigerausschuss haben dem Verkauf bereits zugestimmt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

„Mit der FAZ-Gruppe hat die Zeitung einen starken Partner mit langfristiger Perspektive gefunden“, ergänzte Schmitt heute in Frankfurt. „Einen Partner, der zudem zugesagt hat, die links-liberale Orientierung des Blattes fortzuführen, was eine gute Nachricht für den Meinungspluralismus hier in Hessen und darüber hinaus ist.“

Schmitt unterstrich, ihm sei klar, dass sich viele mehr erhofft haben. Man müsse dabei allerdings die Ausgangslage sehen: „Die Zeitung hatte über viele Jahre fortgesetzte und hohe Verluste erwirtschaftet“, sagte der Insolvenzverwalter. „Unter solchen Umständen einen Käufer zu finden, ist schon fast als Glücksfall zu betrachten. Jedes andere Unternehmen hätte ich bei solchen Rahmenbedingungen vermutlich schon vor Wochen schließen müssen.“

Dennoch sehe er angesichts des Verlustes von über 90 Prozent der Arbeitsplätze keinen Grund zum Feiern. Schmitt: „Wenn Sie als Insolvenzverwalter ein Verfahren übernehmen, ist der Erhalt von Arbeitsplätzen eines der Hauptziele. Sehen Sie es mir deshalb bitte nach, wenn ich nicht in Jubel ausbreche.“

Schmitt äußerte sich jedoch erfreut darüber, dass es immerhin gelungen sei, für die von Kündigung betroffenen Beschäftigten eine Transfergesellschaft einzurichten, um diesen den Übergang zu erleichtern und sie bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen zu unterstützen.

Schmitt teilte mit, dass er der FAZ noch bis Ende Mai für die Herstellung der Zeitung die gesamte Infrastruktur der Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main GmbH zur Verfügung stellen werde. Bis Ende April werde das Blatt sogar noch von der insolventen Gesellschaft gedruckt, außerdem - bis Ende März - das Handelsblatt. „Die dafür benötigten Mitarbeiter bleiben wenigstens noch so lange in Lohn und Brot und können anschließend natürlich auch in die Transfergesellschaft wechseln“, sagte Schmitt.

Pressekontakt:
Pressesprecher: Ingo Schorlemmer
E-Mail:ISchorlemmer@remove.this.schultze-braun.de, Telefon: 07841/708-128 oder 0151/18201456

Schultze & Braun Rechtsanwalts­gesellschaft für Insolvenzverwaltung mbH
www.schultze-braun.de, E-Mail: mail@remove.this.schultze-braun.de


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