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Ehemalige Campotel-Betreibergesellschaft: Gläubiger erhalten außergewöhnliche Quote

Bad Rothenfelde. Das Insolvenzverfahren über die ehemalige Betreibergesellschaft des Campingplatzes Campotel in Bad Rothenfelde, die Dr. Hans Wolff GmbH, ist auch formal abgeschlossen. Fast genau fünf Jahre nach dem Verkauf des Campingplatzes an die neue Betreibergesellschaft Campotel GmbH & Co. KG schüttet die Insolvenzverwalterin Christina Keane von Schultze & Braun den Gläubigern eine außergewöhnlich hohe Quote von mehr als 24 Prozent aus. Normalerweise liegen Insolvenzquoten in Deutschland im Durchschnitt bei drei bis fünf Prozent.

Die Dr. Hans Wolff GmbH war eine Gesellschaft, die zum Firmenkonstrukt des Sanicare-Gründers Johannes Mönter gehörte und den Campingplatz Campotel in Bad Rothenfelde betrieb. Nach dem Tod von Johannes Mönter musste die Dr. Hans Wolff GmbH wie viele andere Gesellschaften der Mönter-Gruppe Insolvenz anmelden. Das Amtsgericht Osnabrück bestellte Christina Keane zur Insolvenzverwalterin. Keane war es gelungen, im engen Austausch mit der Sparkasse Osnabrück, der Gemeinde Bad Rothenfelde und dem damaligen Betriebleiter Johan Bosch, den Geschäftsbetrieb des Campingplatzes auch nach dem Insolvenzantrag weiterzuführen und zu sanieren.

Mit Wirkung zum 1. März 2013 übernahm Johan Bosch mit der neuen Gesellschaft den Betrieb des Campingplatzes. Neun Arbeitsplätze blieben mit der Übertragung erhalten. „Das Campotel ist heute ein florierender Campingplatz, der zahlreiche Übernachtungsgäste nach Bad Rothenfelde lockt. Ich freue mich sehr, dass es uns in einer gemeinsamen Anstrengung gelungen war, diesen Platz zu erhalten und Herrn Bosch zu übergeben“, sagt Keane. Johan Bosch ergänzt: „Die Gemeinde ist glücklich, die Dauercamper sind glücklich und ich bin glücklich, dass ich den Platz nach meinen Ideen weiterentwickeln und viele Gäste empfangen kann.“

Nach Abschluss aller Prüfungs- und Abrechnungsarbeiten bei der Insolvenzverwaltung und dem Amtsgericht Osnabrück wurde am vergangenen Freitag die sogenannte Schlussverteilung vorgenommen. Dabei erhielten die Gläubiger eine Ausschüttung auf ihre offenen Forderungen in Höhe der Insolvenzquote. „Für die Gläubiger der alten Betreibergesellschaft ist heute ein guter Tag. Sie erhalten zumindest ein Viertel ihrer offenen Forderungen zurück, was ein sehr gutes Ergebnis ist. Außerdem können sie noch mit einer weiteren Zahlung rechnen, wenn das Insolvenzverfahren über den Nachlass von Johannes Mönter abgeschlossen ist.“

Wann das sein wird und wie hoch die Nachtragszahlung ausfallen wird, steht zum jetztigen Zeitpunkt noch nicht fest. „Klar ist aber, dass sich das gute Ergebnis für die Gläubiger aller Voraussicht nach noch ein wenig weiter verbessern wird“, betont Keane.

Pressekontakt:
Pressesprecher: Ingo Schorlemmer
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