Wirtschaftliche Fortführung nicht möglich: Insolvenzverwalter sorgt für geordneten Marktaustritt der Spedition KR Arena

05. Juni 2023 Pressemitteilung Verfahren

  • Anhaltende Verluste durch nicht ausreichende Belegung des vorhandenen Lagerplatzes haben Betriebseinstellung alternativlos gemacht – gute Job-Aussichten für die vier Mitarbeitenden
  • Eingelagerte Waren und Produkte zumeist nicht im Eigentum von KR Arena – Insolvenzverwalter Christoph Sorg steuert die Abholung durch Eigentümer und sichert Geld für die Gläubiger
  • Weiterer Vorteil der Räumung der gesamten Lagerhalle: Vermieter konnte ohne größere Mietausfälle einen Anschlussmieter suchen und finden – Ordnungsfunktion des Insolvenzrechts

Moosinning/Erding. Christoph Sorg von Schultze & Braun, der Insolvenzverwalter der Spedition KR Arena mit Sitz in Moosinning (westlich von Erding und südlich des Münchner Flughafens), hat für den geordneten Marktaustritt des Unternehmens gesorgt. „Die anhaltenden Verluste haben diesen Schritt ohne den Einstieg eines Investors alternativlos gemacht. Eine wirtschaftliche Fortführung von KR Arena war nicht möglich. Die Belegungsquote des Lagers auf dem Betriebsgelände, die das Unternehmen Ende 2020 bezogen hat, war zu niedrig, und mit den Erlösen konnten die Mietkosten zuletzt nicht mehr gedeckt werden. Die Schere bei der Geschäftsplanung und -entwicklung ging immer weiter auseinander, was letztlich auch den Insolvenzantrag notwendig gemacht hat“, sagt der Rechtsanwalt, der unter anderem die Standorte Dingolfing und München der bundesweit tätigen Kanzlei leitet. Die vier Mitarbeitenden hätten aufgrund ihrer Qualifikationen gute Aussichten, bald einen neuen Arbeitsplatz zu finden, so Sorg, der bereits mehrere Transport- und Logistikunternehmen in ihren Insolvenzverfahren begleitet hat. 

Vermögenswerte für die Gläubiger verwertet

KR Arena war unter anderem für namhafte regionale Großunternehmen tätig und hatte in seinem Lager Waren und Produkte – hauptsächlich aus der Türkei – zwischengelagert. Diese Waren und Produkte gehörten jedoch nicht KR Arena, sondern befanden sich im Eigentum der Hersteller oder anderer Speditionen. „Wir konnten die Waren und Produkte im Lager daher nicht verkaufen, und darüber Geld für die Gläubiger generieren“, erläutert Sorg. „Wir haben uns daher darum gekümmert, dass die Eigentümer ihre Waren abholen und so die Kosten für die Insolvenzmasse so gering wie möglich gehalten, aus der die Forderungen der Gläubiger befriedigt werden.“ Eine kostenintensive Entsorgung von Waren und Produkten oder langwierige Rechtsstreitigkeiten über die Zuständigkeiten dafür konnten so vermieden werden. „Zudem haben wir die Vermögenswerte von KR Arena verwertet, nachdem klar war, dass eine wirtschaftliche Fortführung des Unternehmens nicht möglich ist.“ Der geordnete Marktaustritt und die Ordnungsfunktion des Insolvenzrechts haben für den Vermieter zudem einen weiteren Vorteil: Er konnte für die geräumte Lagerhalle ohne größere Mietausfälle einen Anschlussmieter suchen, und die Halle ist inzwischen wieder vermietet.

 

Über die KR Arena GmbH: KR Arena wurde Oktober 2020 gegründet und war auf weltweite Klein-, Stückgut- und Kühltransporte spezialisiert. Dreh- und Angelpunkt für den Transport- und Logistikbetrieb war das Betriebsgelände mit Büros, Hallen-, Abstell- und großen Lagerflächen im Norden von Moosinning, die das Unternehmen Ende 2020 bezogen hatte. Mit eigenen Fahrzeugen und Fahrzeugen von Dienstleistern war KR Arena unter anderem für namhafte regionale Großunternehmen tätig. Es wurden insbesondere Waren aus der Türkei im großen Stil zwischengelagert.


Insolvenzverwalter

Christoph Sorg


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