Corona:
Finanzierung

Die Corona-Krise hat die deutsche Wirtschaft fest im Griff. Unternehmen müssen ihre Produktion drosseln oder sogar ganz herunterfahren, Gewerbebetriebe, Gastronomie- und Freizeiteinrichtungen müssen auf behördliche Anordnung schließen, Veranstalter müssen ihre Events absagen. Schnell stellt sich da die Frage: Wie kann ich mit meinem Unternehmen unter diesen Umständen weitermachen? Wie komme ich an Einnahmen, um meine Rechnungen zu bezahlen? Welche staatlichen Hilfen gibt es für mein Unternehmen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Liquidität sichern und Ihr Unternehmen stabilisieren.

Wir haben die verschiedenen aktuell laufenden und bereits beschlossenen Maßnahmen des Bundes HIER und die Maßnahmen der Bundesländer HIER für Sie übersichtlich zum Download. zusammengestellt.

Gegenmaßnahmen einleiten – Staatliche Hilfen nutzen!

Zur Beschaffung von Liquidität hat die Bundesregierung die „Bazooka“ ausgepackt: Für mittlere und große Unternehmen können verschiedene ganz erheblich aufgestockte Programme der KfW in Anspruch genommen werden. Die konkrete Abwicklung erfolgt dann meist über die jeweilige Hausbank.

Seit dem 5. April gibt es für kleine und mittlere Unternehmen ein zusätzliches Förderprogramm, den KfW-Schnellkredit. Er steht Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten zur Verfügung, die seit mindestens 1. Januar 2019 am Markt aktiv waren. Das Kreditvolumen beträgt bis zu drei Monatsumsätze des Jahres 2019. Es ist für Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten auf 800.000 Euro, für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten auf 500.000 Euro begrenzt. Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein und muss geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen. Der Zinssatz beträgt drei Prozent bei einer Laufzeit von zehn Jahren. Die ausgebende Bank erhält eine Haftungsfreistellung in voller Höhe durch die KfW, abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Der Kredit wird ohne weitere Risikoprüfung durch die Bank oder die KfW bewilligt, um den Kredit so schnell wie möglich auszahlen zu können. Der KfW-Schnellkredit muss noch von der Europäischen Kommission beihilferechtlich genehmigt werden und kann nach Angaben der Bundesregierung danach starten.

Daneben hat der Bund für die besonders betroffenen Kleinstunternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern ein umfangreiches Programm aufgelegt. Das Programm ermöglicht unbürokratisch Zuschüsse von bis zu 15.000 Euro ermöglicht. Dieser Zuschuss muss später nicht zurückgezahlt werden.

Auch die einzelnen Bundesländer haben reagiert und eigene, im Detail sehr unterschiedliche Förderprogramme für die jeweils heimische Wirtschaft initiiert. Die Voraussetzungen für die Auszahlung solcher Darlehensmittel oder Direkthilfen sind je nach Programm sehr unterschiedlich. Wir helfen Ihnen gerne dabei, möglichst schnell und unkompliziert diese Mittel in Anspruch zu nehmen. Soweit hierfür fachkundige Bescheinigungen erforderlich sind, kann Schultze & Braun diese selbst beisteuern. Sprechen Sie uns jederzeit gerne an. .

Darüber hinaus können alternative Finanzierungmöglichkeiten wie Factoring, Wareneinkaufsfinanzierung, Sale-&-Lease-back-Transaktionen oder der Verkauf nicht betriebsnotwendiger Vermögensgegenstände genutzt werden, die vielfach in wirtschaftlichen Krisen erprobt sind.

Drohen sonstige Finanzierer ihre Finanzierungen zu kündigen, weil beispielsweise bestimmte Bedingungen des Finanzierungsvertrags nicht mehr erfüllt werden können, sollte der Geschäftsführer frühzeitig eine Verhandlungslösung suchen und gegebenenfalls zusätzlichen Liquiditätsbedarf einplanen. Kleinunternehmen können unter Umständen in den Genuss neuer gesetzlicher Möglichkeiten wie eines Zahlungsmoratoriums oder eines zeitlich beschränkten Leistungsverweigerungsrechts kommen, um durch bestehende Zahlungspflichten angesichts der Corona-Krise nicht zahlungsunfähig zu werden. Auch können Miet- und Pachtzahlungen gegebenenfalls ohne Kündigungssanktion bis Ende Juni 2020 ausgesetzt werden, um die Liquidität zu schonen.


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