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Maskenhersteller EUMEPRO stellt Insolvenzantrag – Produktion und Vertrieb laufen ohne Einschränkungen weiter

Leingarten / Heilbronn. EUMEPRO, ein Hersteller von Schutzmasken, hat einen Insolvenzantrag beim zuständigen Amtsgericht Heilbronn gestellt, das am 20.5.2022 Dr. Dietmar Haffa von Schultze & Braun zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt hat. Dr. Haffa ist mit seinem Team am Unternehmenssitz in Leingarten bei Heilbronn vor Ort und verschafft sich einen Überblick über die wirtschaftliche Situation von EUMEPRO. Der vorläufige Insolvenzverwalter prüft nun die Optionen für eine Restrukturierung und wird bereits in Kürze eine gezielte Suche nach möglichen Investoren starten.

Medizinische Schutzausrüstung nach höchsten Qualitätsstandards 

EUMEPRO wurde 2020 gegründet, um medizinische Schutzausrüstung nach höchsten Qualitätsstandards in Deutschland zu fertigen. Zu den Produkten von EUMEPRO gehören FFP2-Masken und medizinische OP-Masken. Die Produktion bei EUMEPRO läuft vollautomatisch. Alle Produkte werden in Deutschland zertifiziert und erfüllen alle EU-Normen und Vorgaben. „Die Produktion und der Vertrieb der Schutzmasken laufen ohne Einschränkungen weiter“, sagt Dr. Haffa. „Privat- und Geschäftskunden können direkt und über den Online-Shop unter www.eumepro.de oder über www.amazon.de wie gewohnt ihre Schutzmasken bestellen.

„Unsere Fertigung ist in Baden-Württemberg. Das Vormaterial wird in Berlin produziert. Alle unsere Produktionsanlagen stammen von deutschen Maschinenbauern. Kurzum, alles bei EUMEPRO ist `Pure Made in Germany´“, sagen Andreas Lindemann und Holger Rupp, die geschäftsführenden Gesellschafter von EUMEPRO. „Voll ausgelastet können unsere Anlagen mehrere 100 Millionen OP-Masken und knapp 50 Millionen FFP2-Masken pro Jahr herstellen. Wir tragen somit zur Sicherung der Versorgung mit qualitativ hochwertiger Schutzausrüstung in Deutschland und der Europäischen Union bei.“ „Auch deshalb bin ich zuversichtlich, dass eine Restrukturierung von EUMEPRO gelingen kann“, ergänzt Dr. Haffa. 

Ziel des Verfahrens ist unter anderem ein Erhalt des Unternehmens und der Arbeitsplätze am Standort Leingarten. Die rund 25 Mitarbeiter wurden bereits von Dr. Haffa, Lindemann und Rupp über die aktuelle Situation und das weitere Vorgehen informiert. Ihre Löhne und Gehälter sind bis Ende Juli gesichert.

Vielfältige Kundenstruktur

EUMEPRO ist trotz seiner vergleichsweise kurzen Unternehmensgeschichte bereits heute als Produzent und Händler von qualitativ hochwertigen Schutzmasken made in Germany nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten EU bekannt. Zu den Kunden zählen laut Rupp und Lindemann der stationäre Einzelhandel, Unternehmenskunden aller Größen, medizinische Einrichtungen wie Krankenhäuser und Arztpraxen, sowie mittlerweile mehr als 100.000 Privatkunden über den Onlinehandel. „Eine Ursache für die wirtschaftliche Schieflage von EUMEPRO ist der extreme Preisverfall von mehr als 95% seit Gründung bei gleichzeitiger Kostensteigerung z.B. für Energie und Produktionsmaterial. Weiterhin entscheiden sich viele Kunden für asiatische Billig-Importe und treffen ihre Kaufentscheidung damit ausschließlich über den Preis. Kriterien wie Qualität, Liefersicherheit, Nachhaltigkeit und Arbeitsplätze in Deutschland spielen leider eine untergeordnete Rolle“, berichten die beiden Geschäftsführer von EUMEPRO.

Über Schultze & Braun
Schultze & Braun ist ein führender Dienstleister für Insolvenzverwaltung und Beratung im Sanierungs- und Insolvenzrecht. Mit über 600 Mitarbeitern an mehr als 40 Standorten in Deutschland und dem europäischen Ausland unterstützt Schultze & Braun Unternehmen vor Ort, bundesweit und international in allen rechtlichen, steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen.

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