Gläubiger der HANSA-Gruppe akzeptieren Sanierungs­plan – Übernahme durch IMMAC Unternehmensgruppe bereits zum 01.10.2010 vorgesehen

16. August 2010

Oldenburg. „Der Verlauf der ersten Gläubigerversammlungen im Insolvenzverfahren über die Unternehmen der HANSA-Gruppe lässt bereits erkennen, dass alle Gläubigergruppen den vorgestellten Sanierungs­plan für die gesamte Hansa-Gruppe mittragen“, so die Insolvenzverwalter Edgar Grönda und Detlef Stürmann von Schultze & Braun nach den Terminen heute Morgen beim Amtsgericht Oldenburg. Dort hatten sie der anwesenden Gläubigergemeinschaft das Konzept eines Erwerbes des Immobilienbestandes und der vollständigen Betriebsübernahme durch die IMMAC Unternehmensgruppe vorgestellt. Die Gläubiger stimmten der Umsetzung dieses Sanierungskonzeptes ebenso zu wie der Betriebsfortführung bis zum Abschluss der Verhandlungen. „Ich sehe dies als wichtiges Signal auch für die nachfolgenden Gläubigerversammlungen in den weiteren 14 schwebenden Insolvenzverfahren der anderen Gruppenunternehmen in den kommenden Tagen“, so Insolvenzverwalter Grönda.

Der Übernahmeprozess (due diligence) ist in den letzten Wochen schon weit vorangekommen. Die zur Vorbereitung des Vertragsschlusses notwendigen Analysen zum technischen Zustand der Eigentumsimmobilien sind bereits ebenso abgeschlossen wie die betrieblichen Prüfungen vor Ort sowohl zur Pflegequalität und Betriebsorganisation als auch zur Markt- und Wettbewerbssituation der betroffenen 18 Einrichtungen der Gruppe in Nordwestdeutschland. Erste Vertragsentwürfe liegen ebenfalls vor. Zum Abschluss gebracht werden müssen allerdings noch die bereits aufgenommenen direkten Verhandlungen mit den Verpächtern der Pachtimmobilien. Realistisch erscheint nun ein Betriebsübergang zum Stichtag 01.10.2010.

Trotz der Insolvenzsituation sind gravierende Personalschnitte nach wie vor nicht Gegenstand des Reorganisationskonzeptes. „Wir werden nur in den ehemals kommunalen Bremerhavener Einrichtungen nicht alle Arbeitsplätze halten können, weil die aktuelle Auslastung das nicht hergibt. Mit dem Betriebsrat werden wir aber einen Weg zur sozialverträglichen Gestaltung des dort notwendigen Abbaus von voraussichtlich rd. 25 Vollzeitstellen finden. Die übrigen Arbeitsplätze sind nicht betroffen“, ist Insolvenzverwalter Stürmann überzeugt.
Die Gruppe beschäftigt insgesamt etwa 1.600 Mitarbeiter in 18 Gesellschaften.

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